Mittwoch, 6. Juni 2012

zum Nachdenken

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien -
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit -
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen -
mehr Experten aber größere Probleme.

Wir rauchen und trinken zu viel -
lachen zu wenig, fahren zu schnell -
regen uns unnötig auf, sehen zu lange fern -
stehen zu müde auf, lesen zu wenig -
denken zu selten vor, halten keine Zwiesprache mehr.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Welt reduziert.
Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber können wir den Jahren auch Leben geben?

Wir kommen zum Mond,
aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns gefüllt.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas darzustellen als wirklich etwas zu sein.

Wo moderne Technik einen Text wie diesen
in Windeseile in alle Welt tragen kann,
und wo Du die Wahl hast:
Etwas zu ändern ...
oder diesen Text ganz einfach wieder zu vergessen

Ich liebe dieses Gedicht nach George Carlin, einem amerikanischen Komiker, der es anlässlich des Todes seiner Frau verfasst hat



1 Kommentar:

Majon-Bär hat gesagt…

Liebe Ilse, ein wunderschönes Gedicht teilst Du hier mit uns....es ist alles so wahr und spricht mir aus der Seele. Ich hoffe, Du bist nicht böse, wenn ich es einfach mal mitnehme.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und viel Freude weiterhin an der Arbeit von Deinem Waschbären, übrigens ein Prachtkerl :-)