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Montag, 28. Mai 2012

Ausstellung Gulag

Hier wird meine Kleine zu sehen sein. Sie wird gegen das Orginal ausgetauscht, das eine Leihgabe einer russischen Sammlung ist und aufgrund ihres Zustands nicht dauerhaft hellem Licht ausgesetzt werden darf. Eine sehr bewegende informative und erschütternde Ausstellung deren Besuch bestimmt lohnt.

http://www.ardmediathek.de/rbb-fernsehen/stilbruch/gulag-spuren-und-zeugnisse-1929-1956?documentId=10289818

Hier geht es zur Webseite der Ausstellung

http://www.ausstellung-gulag.org/index.php?id=494

Selbstgefertigte Puppe „Ljubotschka“, Lager Potma (Mordwinische ASSR), 1941.
Die Puppe fertigte sich die Gefangene
Alexandra Stogowa als Erinnerung an ihre Tochter an. Während sie selbst
sich in Lagerhaft befand, meldete sich ihre Tochter freiwillig an die
Front und erhielt verschiedene hohe Auszeichnungen. A. Stogowa
(1899–1981), russische Juristin und Philologin, 1938 Verurteilung zu
fünf Jahren Zwangsarbeit, Lager in der Mordwinischen ASSR.
Quelle: Sammlung „Memorial“, Moskau

Sonntag, 6. Mai 2012

Endlich fertig...

Nun ist es also geschafft, heute habe ich die russische Puppe fertig gestellt. Das Ganze erwies sich als komplizierter als ich dachte, da ich die Puppe in die Uniform einnähen musste, was recht Zeitaufwändig und umständlich war. Aber ich musste mich ja an die Vorlage halten.
Zum Schluss habe ich Gesicht und Hände mit schwarzem Tee patiniert, das beste Mittel um die Haut etwas altern zu lassen.
Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, die Ähnlichkeit zu dem Orginal liegt bei etwa 95 %, das ist ein gutes Ergebnis wenn man nur Fotovorlagen hat.
Es war eine schöne, interessante aber auch knifflige Arbeit die mich manchmal an den Rand der Verzweiflung brachte. Aber der Gedanke dass meine Kleine nun auf eine Wanderausstellung geht macht mich auch ein bisschen stolz.









Endspurt

Von heute morgen um 9 Uhr bis vor wenigen Minuten habe ich einen Näh- Marathon hinter mich gebracht und jetzt ist es fast geschafft, die Uniform ist fertig!!!
All die Kleinigkeiten, die so zeitraubend waren, sind gestickt und vernäht, es fehlt nur noch der Bügel im Rücken und der letzte Lederriemen, dieser muss noch geflickt und mit Metall verziert werden. Auf der Suche nach den passenden Materialien habe ich das Internet und unser Haus auf den Kopf gestellt, für die Gürtelschnalle musste eine alte Keksdose dran glauben die eigentlich schon in den Container sollte weil sie Rostflecken hatte, die nun so wunderbar passen... Da haben wir es wieder, man sollte eben nichts zu vorschnell entsorgen, irgendwann kann man es bestimmt brauchen.
Mein Zeigefinger besteht nur noch aus kleinen Löchern ;) aber ich bin froh und zufrieden diesen kniffligen Auftrag geschafft zu haben. Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen...
Morgen stelle ich die Bilder der fertigen Puppe ein, momentan bin ich einfach zu müde.

Samstag, 5. Mai 2012

Die Uniform

Heute ist die bestellte Hose gekommen und so konnte ich mit der Uniform für die Puppe anfangen. Ich habe alles zugeschnitten und von Hand genäht. Die Hose passt perfekt, nur die angesetzten Stiefel brachten mich fast zur Verzweiflung und ich brauchte einige Zeit bis sie so aussahen wie auf den Fotos.




Wenn man in so kleinen Maßen arbeiten muss wie bei der Schuhsohle und dann der Stoff ausfranst kostet das schon Nerven da man wieder alles auftrennen und von vorne anfangen muss. Beim zweiten Anlauf hat es dann endlich geklappt und sieht ganz passabel aus. Ich würde normalerweise so niemals arbeiten, aber die Puppe soll ja dem Orginal entsprechen und daran muss ich mich halten.
Ganz zum Schluss setze ich noch den Lederabsatz an, das mache ich zusammen mit den anderen Lederteilen.


Morgen nähe ich die Uniformjacke und die Mütze, dann geht es an die Stickereien.

Freitag, 4. Mai 2012

Neue Ufer

Zu unserem 21. Jahrestag habe ich mein lang ersehntes Airbrush Set bekommen und ich freue mich schon sehr darauf es auszuprobieren. Mit der Airbrushtechnik liebäugele ich schon seit langem, fand aber bis jetzt nie die Zeit es zu lernen. Aber um meine neuen Ideen zu verwirklichen komme ich daran einfach nicht mehr vorbei. Also ist wieder Mal lernen angesagt. Ich bin schon gespannt was dabei herauskommt...



Mein Drache hat inzwischen seine Hinterbeine und den Schwanz bekommen, morgen wird alles montiert und gestopft, dann geht es an die Verzierungen, die vermutlich die meiste Zeit in Anspruch nehmen werden.



Den Schnitt für die Uniform der russischen Puppe habe ich jetzt fertig, nach 4 Stunden ausmessen und umrechnen hat es endlich geklappt dass alles zusammen passt. Jetzt muss ich nur noch auf die Lieferung des Stoffes warten, dann kann ich loslegen.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Gedanken

Es ist schon erstaunlich, wie viel Arbeit sich die Mütter und Großmütter in früheren Zeiten gemacht haben um ihren Kindern eine Freude zu bereiten. Wenn ich bedenke, wie lange ich schon an der russischen Stoffpuppe arbeite, und ich bin wirklich flott im nähen, wie detailverliebt und genau alles gearbeitet wurde und so aus den einfachen Materialien etwas ganz Besonderes entstand ist das schon beeindruckend.
Heute kauft man im Internet oder im Kaufhaus, oft landet das Geschenk kurz danach in der Ecke, da ja sowiso alles im Überfluss vorhanden ist. Es gibt nur noch wenige die bereit sind Zeit und Arbeit in ein Geschenk zu investieren. Zudem hat Handarbeit ihren Preis, oft ist es billiger etwas fertig zu kaufen als es selbst zu machen.

Zu ihrem vierten Geburtstag wünschte sich meine Tochter Nadja eine Puppe die genau so aussah wie sie und so habe ich ihr damals vor 22 Jahren eine Stoffpuppe gefertigt und allein das benötigte Material kostete mich schon über 100 DM. Ich steckte all die Mutterliebe die ich hatte in die Arbeit und meine Tochter wusste das auch zu schätzen, wenigstens eine Weile. Am Ende spielte sie doch wieder mit ihrem heißgeliebten Plüschhasen...

Nadja- meine erste Stoffpuppe


In meiner Generation war das schon anders. Spielsachen gab es nicht im Überfluss, ausser der Reihe war sowiso nichts drin und so musste man sich seine Wünsche für den Geburtstag und für Weihnachten gut einteilen. Was man bekam begleitete einen über Jahre hinweg und wurde innig geliebt. Oft blieben Teddys aus dieser Zeit nicht mehr als die nackte Haut und man kann sich gut vorstellen wie viele Kuscheleinheiten ein solcher Schatz erfahren hat.

Der kleine Zotty war mein Bärchen das mich seit meiner Kindheit begleitet


Mir waren die Teddys immer lieber als die Puppen. Diese Liebe zu den bärigen Gesellen begleitet mich auch heute noch und so ist es nicht verwunderlich, dass ich mich bis heute gerne mit ihnen beschäftige. Man wird eben nie so ganz erwachsen...

Mittwoch, 2. Mai 2012

Neues von der Drachenfront...

Ich hoffe, dass ihr auch solch ein traumhaftes Feiertags Wetter hattet. Nun wollen wir mal hoffen dass es auch so bleibt, in den letzten Jahren war der Mai ja eher verregnet.
Ich habe das zweite Drachenbein fertig gestellt und beklebt. Es fehlen nur noch die Krallen, aber das mache ich ganz zum Schluss wenn er fertig montiert und gestopft ist. Dann wurden die Mohairwimpern angeklebt, was sich als recht schwierig herausstellte, da sie absolut symetrisch angebracht werden müssen. Aber das Ergebnis ist bezaubernd, so hat die Drachenlady einen betörenden Augenaufschlag.


Heute habe ich bezüglich der Uniformfarbe für die russische Puppe Antwort bekommen und konnte bei Ebay eine alte Feldhose ergattern die genau diese Farbe hat. Sobald diese geliefert wird kann ich die Puppe fertig stellen. Ich bin schon sehr gespannt wie sie aussehen wird wenn ich alles fertig habe.

Samstag, 28. April 2012

Es ist vollbracht...

Nach fast 5 Stunden Arbeit und endlos zerstochenen Fingerkuppen hat die Kleine nun ihre Lockenpracht. Dazu habe ich unzählige Schleifchen aus Wolle gewickelt und diese mit dem Kopf vernäht. Eine Heidenarbeit...






Nun ist wieder Warten angesagt. Auf den Fotos des Orginals ist die Farbe der Uniform nicht klar ersichtlich. Mal wirkt der Stoff hellbraun, dann wieder Oliv. Wenn das abgeklärt ist kann es weiter gehen.
Jetzt geht es erst mal raus in den Garten. Bei diesem Traumwetter ist es fast schon eine Schande in der Werkstatt oder am PC zu sitzen.
Ich wünsche euch allen ein super schönes Wochenende mit viel Spass und guter Laune!!!

Halbzeit...

Nun ist es geschafft. Heute ist der Stickrahmen geliefert worden und so konnte ich mich daran machen das Gesicht zu gestalten. Zuerst habe ich die Konturen aufgezeichnet, danach habe ich alles ausgestickt. Die Augen habe ich wie bei der Orginalvorlage gemalt, auch die roten Flecken im Gesicht der Orginalpuppe habe ich mit eingezeichnet.




Die vorgefertigte Fimomaske habe ich mit Leim bestrichen. danach habe ich den Stoff aufgezogen und mit der Maske verklebt. Das ist das schwierigste an der Gestaltung eines Puppenkopfes, da die Proportionen genau aufeinander passen müssen, sonst wird das Gesicht schief. Anschließend habe ich den Hinterkopf vernäht und ausgestopft. Nun wurde der Hals mit dem Körper mit Matratzenstichen vernäht.







Morgen werde ich die Haare anbringen. Die Locken wurden vermutlich aus aufgeriffelter Wolle zusammengedreht und befestigt.

Donnerstag, 26. April 2012

Vorläufig fertig...

So, der Körper ist soweit fertig. Nun ist wieder warten angesagt bis ich mit dem Kopf anfangen kann.


Die Hände wurden wie bei dem Orginal sculptiert

In der Zwischenzeit entwerfe ich den Schnitt für die Uniform, die recht aufwändig gestaltet ist. Es sind die vielen Kleinigkeiten, die bedacht werden müssen. All das zu berücksichtigen und anzufertigen kostet Zeit und Geduld. Aber es wird schon klappen.

Es geht voran

Heute habe ich mich erst mal meinem Garten gewidmet, da gibt es jede Menge zu tun. Die Schafgarbe wuchert überall und so war aushacken angesagt. Da ich beim Bärenmachen meistens sitze war das eine angenehme Abwechslung.
Nach getaner Arbeit habe ich meine Werkstatt nach passenden Materialien für die Puppe durchforstet. Es zahlt sich immer wieder aus, daß ich mich so schwer von Materialien trenne, denn ich habe ein Knäuel Wolle gefunden das bestimmt schon 30 Jahre alt ist und perfekt für die Haare passt. Das uralte Leinentuch anno 1900 wurde heute geliefert und so konnte ich mit dem Zuschneiden anfangen.


Durch das alte Material wirkt alles sehr realistisch. Ich habe den Körper und die Beine doppelt von Hand genäht und schon mal gestopft. Inzwischen ist sie schon fast als Puppe erkennbar (mit viel Phantasie ;)


Morgen nähe ich noch die Arme und dann ist wieder Warten angesagt bis der Stickrahmen geliefert wird, ohne ihn kann ich das Gesicht nicht anfertigen. Aber es wird doch, oder?
Siehe auch Replik einer russischen Puppe