Donnerstag, 7. Juni 2012

Meeko

Nun habe ich die ersten Fotos draussen gemacht. Der kleine Racker ist sehr fotogen und in einer natürlichen Umgebung sieht das alles doch gleich viel besser aus.







Die Camera sieht mal wieder mehr als das Auge, an den Füsschen muss ich noch mal mit Farbe nacharbeiten.




Jetzt ist es besser und der kleine meeko ist auf dem Weg zu seinem neuen Besitzer. Er wird ein wundervolles Zuhause bekommen.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Geschafft!

Heute habe ich noch einmal einen Näh Marathon eingelegt und der kleine Meeko ist nun fertig gestellt. Es war eine schöne Herausforderung und das gestalten hat wirklich Spass gemacht auch wenn ich ihn, wegen der vielen Teile, zeitweise verwünscht habe ;)
Aber es ist trotzdem was Gutes dabei heraus gekommen. Ich bin wirklich zufrieden mit ihm, was selten genug vorkommt. Morgen werde ich ihn draussen fotografieren, heute hat es den ganzen Tag geregnet. Einem richtigen Waschbären macht das nur wenig aus aber mir war es entschieden zu nass...
Also gibt es heute nur ein vorläufiges Foto auf dem Sofa.


Na gefällt euch der kleine Racker? In Natura ist er hübscher, auf den Fotos wirken die Felle nicht so schön. Aber man sieht auch so dass er ein niedliches Kerlchen ist.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und süsse Träume.
Bis Morgen eure Ilse

Was ich noch zu sagen hätte

Ich freue mich über jedes Mitglied und heiße euch hier ganz herzlich willkommen!


zum Nachdenken

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien -
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit -
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen -
mehr Experten aber größere Probleme.

Wir rauchen und trinken zu viel -
lachen zu wenig, fahren zu schnell -
regen uns unnötig auf, sehen zu lange fern -
stehen zu müde auf, lesen zu wenig -
denken zu selten vor, halten keine Zwiesprache mehr.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Welt reduziert.
Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber können wir den Jahren auch Leben geben?

Wir kommen zum Mond,
aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns gefüllt.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas darzustellen als wirklich etwas zu sein.

Wo moderne Technik einen Text wie diesen
in Windeseile in alle Welt tragen kann,
und wo Du die Wahl hast:
Etwas zu ändern ...
oder diesen Text ganz einfach wieder zu vergessen

Ich liebe dieses Gedicht nach George Carlin, einem amerikanischen Komiker, der es anlässlich des Todes seiner Frau verfasst hat



Es geht voran

Heute hat der Waschbär seinen Namen bekommen, Patrik möchte dass er Meeko heißt. So langsam wächst und gedeiht er, ich habe das doppelte Halsgelenk, den Körper, beide Arme und ein Bein fertig gestellt und montiert, es fehlt nur noch das zweite Bein, der Schwanz, die Barthaare und die letzten Abschlussarbeiten.
Die Finger und Zehen waren eine Herausforderung und es hat einige Zeit in Anspruch genommen bis mir klar wurde wie ich das meistere. Aber letztendlich habe ich eine ansprechende Lösung gefunden, die, wie ich meine, recht natürlich aussieht.
Allerdings ist diese recht Zeitaufwändig. Es ist mir gelungen Draht in die Hände mit einzuarbeiten, sodaß diese gebogen werden können. Er soll ja eine Frucht halten.
Morgen stelle ich das zweite Bein fertig und stopfe den Körper, dann kann ich Fotos machen. Auf einem Bein steht es sich nun mal nicht so gut...
Meeko wird ein stattlicher Waschbär, es dürfte letztendlich eine Größe von ca. 40 cm herauskommen.

Er gefällt mir selbst sehr gut und das abgeben wird schwer fallen, aber er bekommt ja ein super Zuhause. Da das graue Waschbärenfell nicht mehr lieferbar ist wird er ein absolutes Unikat bleiben.
Ich plane jedoch noch einen weiteren mit anderen Fellen.

Montag, 4. Juni 2012

Waschbär in Arbeit

Ich bekam den Auftrag einen naturrealistischen Waschbären zu machen.
Also wird mein Drachenprojekt wieder mal auf Eis gelegt. Ob er wohl jemals fertig wird?

Nun habe ich also einen Schnitt für einen Waschbären entworfen. Das war gar nicht so einfach, da der Kopf ja etwas eckiger als bei den Bären ist und das auch so ausgearbeitet werden muss. Nach stundenlangem Überlegen und tüfteln kam dann die Erleuchtung, mal sehen ob es so wird wie ich mir das vorstelle.




Inzwischen habe ich den Kopf genäht, eine Puzzlearbeit aus insgesamt 17 Teilen. Da das Fell sehr lang und dick ist war das eine echte Geduldsarbeit, die mich Kraft und wunde Finger gekostet hat.
Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Für den Waschbären habe ich 7 verschiedene Felle verarbeitet, darunter auch zwei echte Pelze im Rahmen von Pelzjackenrecycling. Schwierig war in der Kopfpartie die verschiedenen Fellrichtungen exact aufeinander abzustimmen, ich habe bis jetzt 18 Stunden am Kopf gearbeitet. Zum Schluss werden noch die Barthaare eingezogen, die Schnauze wird noch etwas sculptiert und bemalt und die Nase muss noch lackiert werden. Aber das schwierigste ist geschafft.
Morgen kann ich das doppelte Halsgelenk anbringen, danach nähe ich noch den Körper und montiere alles. Die Hände und Füsse bereiten mir noch Kopfschmerzen, da ich gerne Draht einarbeiten würde aber nicht weiß ob das bei den filigranen Fingern der Hand möglich ist. Lassen wir uns überraschen. Ich bin schon sehr gespannt wie der Kleine aussieht wenn er fertig ist...

Wieder dahoam...

Gott sei Dank konnte unser Fahrzeug rechtzeitig repariert werden und so machten wir uns am 30.5. auf den Weg nach München.
Michaela vor der Klinik

30.5.2012
Es mutet wie eine Reise in die Vergangenheit an. Jetzt stehe ich wieder in der Pienzenauerstr. und hatte fast schon vergessen wie schön es hier war bzw. ist. Als 19jährige hatte ich hier meine erste eigene Wohnung und wenn ich mich so umschaue wird mir klar warum ich München immer noch so liebe.

Pienzenauerstr. München-Bogenhausen



Wir wohnen auf dem Land, inmitten der Natur, aber mit Bogenhausen können wir nicht mithalten. München ist zweifellos die grünste Stadt die ich kenne. Bogenhausen scheint ihre grüne Lunge zu sein. Der Englische Garten, der direkt an die Isar angrenzt ist größer als der New Yorker Central Park.
Ich wohnte direkt am Isarufer. Natur pur, aber trotzdem in einer Millionenstadt. Eingesäumt vom Englischen Garten, dem Tucherpark, dem Herzogpark und, und, und... Eben einmalig schön. Vogelgezwitscher und Eichkatzerl statt Lärm und Abgasen. Für mich als Baumfreundin schon fast das Paradies da man, wohin der Blick auch schweift, alte Bäume sieht
Dianabrunnen am Herzogpark

 Ich schlendere am Isarufer entlang, gehe die alten Wege bis zum Spielplatz, die wir abends immer zusammen gegangen sind. Das Klettergerüst, auf dem ich mit 19 herumgeturnt bin steht noch, die Schaukeln wurden erneuert, stehen aber noch am selben Platz.
Sogar das Herz, das mein erster Mann für mich in den Baum geritzt hatte ist noch erkennbar.
Erinnerungen kommen hoch die ganz tief unten und fast schon vergessen waren. Plötzlich ist alles wieder da, ich sehe uns vor mir, zwei Kinder 19 und 21,  die viel Blödsinn im Kopf hatten und die Welt erobern wollten. Lang, lang ist´s her...

Mit der Pension hatte ich Glück, sie liegt idyllisch in der Nähe des Olympiadorfes, das Zimmer ist günstig, klein und fein und mein Blick aus dem Fenster fällt, wie könnte es hier anders sein, auf einen Garten und Bäume statt auf graue Häuserfassaden.
Blick aus dem Fenster
31.5.2012
Um 7.30 Uhr soll Micha operiert werden, der letzte und größte Abschnitt ihres Weges vom Mann zur Frau.
Ich versuche ruhig zu bleiben, bald ist es soweit, 8 Stunden soll es dauern. Gedanken purzeln durch meinen Kopf und selbst das Vogelgezwitscher und der schöne Ausblick können mich nicht ablenken. Hoffentlich geht alles gut. Was wäre wenn? Ich mag gar nicht daran denken. Irgendwie muss ich mich ablenken, das wird mir hier im Zimmer nicht gelingen. Also raus und München erobern...
Wieder zieht es mich in die Pienzenauerstr, die mir so vertraut ist. Ich mache Fotos, lasse meine Gedanken schweifen und gehe die Strassen entlang. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat sich nichts verändert.
Früher was das ein mexikanisches Lokal in dem sich die Künstler trafen
am Isarufer
ein Zamperl, in München immer präsent

So gelingt es mir die Stunden des endlosen Wartens zu überstehen. Um 15 Uhr fahre ich zur Klinik, Micha hat die OP gut überstanden und mir fällt ein Stein vom Herzen.
Den Abend in meinem Pensionszimmer nutze ich zum malen, ich habe ein süssen Foto von Anori und ihrer Mutter gefunden das mich sehr bewegt hat.
Diese Mutterliebe wollte ich unbedingt zu Papier bringen.
Mutterliebe
Das ist doch allerliebst, oder? Knut´s Halbschwester Anori hat das Glück bei ihrer Mutter aufwachsen zu dürfen. Ich werde bestimmt noch einige Bilder von den Beiden malen.